Motsi Mabuse spricht offen über Rassismus – neue ARD-Doku mit Schwester Oti
Kurzantwort: Motsi Mabuse (45) spricht in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur ungewohnt offen über den Alltagsrassismus, den sie in Deutschland erlebt – vom Uhrengeschäft in Hamburg bis zur Passkontrolle, bei der sie nach eigenen Worten „jedes Mal“ gestoppt wird. Anlass ist ihre neue sechsteilige ARD-Dokumentation „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“, die seit dem 19. Oktober 2026 in der ARD Mediathek läuft und sie gemeinsam mit ihrer Schwester Oti ungewöhnlich privat begleitet. Am 5. November folgt mit „Vibes – Find Your Fire“ bereits das zweite neue Format der „Let’s Dance“-Jurorin.
Motsi Mabuse im Überblick
| Name | Motshegetsi „Motsi“ Mabuse |
|---|---|
| Geboren | 11. April 1981 in Mankwe, Südafrika |
| Alter | 45 Jahre (Stand Oktober 2026) |
| Beruf | Tänzerin, Tanztrainerin, TV-Jurorin |
| Bekannt durch | „Let’s Dance“-Jury (RTL, seit 2011), „Strictly Come Dancing“ (BBC, seit 2019) |
| Ehemann | Evgenij Voznyuk, verheiratet seit Juni 2017 |
| Kinder | Eine Tochter (geboren 2018) |
| Neue Doku | „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“, 6 Teile, ARD Mediathek seit 19.10.2026 |
| Neues Format | „Vibes – Find Your Fire“, 10 Teile, ARD Mediathek ab 5.11.2026 |
„Ich erlebe Rassismus unterschiedlich“: Die dpa-Aussagen im Detail
Normalerweise kennt man Motsi Mabuse als Energiebündel mit dem ansteckenden Lachen – als Jurorin, die bei „Let’s Dance“ mit klarer Kante und viel Herz bewertet. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zeigt sich die 45-Jährige nun von einer ernsten Seite. „Ich erlebe Rassismus unterschiedlich“, sagt sie – und nennt konkrete Beispiele aus ihrem Alltag.
So habe ihr ein Verkäufer in einem Uhrengeschäft in Hamburg einmal direkt ins Gesicht gesagt, das sei das falsche Geschäft für sie. Auch abseits des Rampenlichts mache sie ähnliche Erfahrungen: „Wenn ich zum Krankenhaus gehe, ungeschminkt und ohne gemachte Haare, dann erlebe ich Rassismus“, erzählt Mabuse. Besonders auf Reisen falle ihr das immer wieder auf: „Ich werde immer nach meinem Ausweis gefragt oder darauf hingewiesen, dass ich in der Business-Class-Schlange stehe. So, als gehöre ich da nicht hin.“ Und obwohl sie regelmäßig zwischen Deutschland und England pendelt, werde sie beim Zoll sogar „jedes Mal gestoppt“.
Bemerkenswert ist der Kontrast, den Mabuse selbst beschreibt: Als bekannte „Frau Mabuse“ werde sie im deutschen Fernsehen sehr freundlich empfangen – doch sobald das Make-up fehlt und sie nicht erkannt wird, ändert sich die Behandlung. Genau diese Doppelgesichtigkeit des Alltags will sie mit ihrer Offenheit sichtbar machen.
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„Meet the Mabuses“: Das ist die neue ARD-Doku
Anlass für das Interview ist die neue Personality-Doku „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“, eine sechsteilige WDR-Produktion, die seit Montag, dem 19. Oktober 2026, in der ARD Mediathek abrufbar ist. Im WDR Fernsehen läuft sie zusätzlich als wöchentliche Doppelfolge – immer freitags um 23.59 Uhr, beginnend am 30. Oktober.
Zum ersten Mal lassen sich Motsi Mabuse und ihre jüngere Schwester Otlile „Oti“ Mabuse (36) auch abseits des Rampenlichts von einem Kamerateam begleiten. Die Doku blickt auf ihre gemeinsame Vergangenheit, ihre Karrierewege und ihr Leben zwischen dem hessischen Taunus, wo Motsi mit Ehemann Evgenij und Tochter lebt, London, wo Oti mit ihrem Mann Marius und der gemeinsamen Tochter zu Hause ist, und Südafrika. Denn auf der Suche nach Identität und Heimat reisen die Schwestern auch zu ihren Wurzeln: zu den Eltern Peter und Dudu sowie zur dritten Schwester Phemelo nach Südafrika.
Thematisch geht es um Familie, Rassismus, Mutterschaft und die enge Beziehung der beiden Schwestern. Gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news erklärt Motsi, warum sie sich auf das private Format eingelassen hat: „Wir können damit aber auch zeigen, dass es zwei Mädels aus Südafrika trotz aller Schwierigkeiten geschafft haben, nach vorne zu gehen. Das war nicht immer so einfach, wie es oft aussieht.“ Und: „Ich bin jetzt seit über 20 Jahren in Deutschland, und die Leute kennen teilweise nur eine Seite von mir – die Motsi, die immer gute Laune hat und tanzt.“ Ihr Fazit: „Die Leute kennen nur eine Seite von mir.“
„Vibes – Find Your Fire“: Das zweite neue Format
Doch damit nicht genug: Parallel startet am Donnerstag, dem 5. November 2026, ein zweites Format mit Motsi Mabuse in der ARD Mediathek – das zehnteilige Social-Reality-Format „Vibes – Find Your Fire“. Darin richtet die Tänzerin den Blick nach außen und unterstützt andere, auch prominente Frauen dabei, zu sich selbst zu finden und Erlebtes zu verarbeiten. Themen sind unter anderem Familie, Traumaverarbeitung und Selbstfindung.
Auch im linearen Fernsehen ist „Vibes“ zu sehen: Bei ONE laufen die Folgen im Dreierpack wöchentlich ab Donnerstag, 12. November, jeweils um 21.45 Uhr; im WDR Fernsehen startet die Ausstrahlung am Freitag, 8. Januar, jeweils um 23.23 Uhr. Damit baut der WDR die Zusammenarbeit mit der „Let’s Dance“-Jurorin gleich doppelt aus – ein deutliches Zeichen dafür, wie gefragt Mabuse derzeit ist.
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Von Südafrika an den Jurytisch: Motsis Karriereweg
Motsi Mabuse wurde als Motshegetsi Mabuse am 11. April 1981 in Mankwe im damaligen Bophuthatswana in Südafrika geboren. Als sie fünf Jahre alt war, zog die Familie nach Pretoria. Mit elf Jahren erhielt sie Tanzunterricht, später begann sie ein Jurastudium an der Universität von Pretoria, um die Anwaltskanzlei ihres Vaters zu übernehmen – doch die Leidenschaft für den Tanz war stärker. Nachdem sie südafrikanische Vizemeisterin in den lateinamerikanischen Tänzen geworden war, kam sie im Alter von 18 Jahren nach Deutschland.
Bundesweit bekannt wurde sie 2007 durch die zweite Staffel der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“, in der sie als Profitänzerin an der Seite von Guildo Horn den sechsten Platz belegte. Bis 2014 tanzte sie als Profi, dann wechselte sie endgültig die Seiten: Seit 2011 sitzt sie fest in der Jury – an der Seite von Joachim Llambi und Jorge Gonzalez. 2019 übernahm sie zusätzlich einen Jury-Platz in der britischen Originalversion „Strictly Come Dancing“ (BBC). Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie außerdem eine Tanzschule.
Wie kaum eine andere deutsche TV-Persönlichkeit steht Mabuse für Lebensfreude vor der Kamera – Laura Wontorra und Helene Fischer gehören zu den wenigen, die ähnlich dauerpräsent im deutschen Fernsehen sind. Doch anders als viele Kollegen spricht Mabuse nun auch die schwierigen Seiten ihres Lebens offen an.
Privat: Ehemann Evgenij, Tochter und Familie
Stabilität findet Motsi Mabuse in ihrer Familie. Seit Juni 2017 ist sie mit dem ukrainischen Tänzer Evgenij Voznyuk verheiratet, mit dem sie bereits von 2011 bis 2014 als Tanzpaar bei den Professionals antrat. Im August 2018 wurde das Paar Eltern einer Tochter. Zuvor war Mabuse von 2003 bis 2014 mit dem Tänzer Timo Kulczak verheiratet, den sie 1999 beim Blackpool Dance Festival kennengelernt hatte.
Besonders eng ist die Bindung zu ihrer jüngeren Schwester Otlile „Oti“ Mabuse, die ebenfalls Profitänzerin ist und 2016 selbst bei „Let’s Dance“ antrat. Die gemeinsame Doku ist auch eine Liebeserklärung an diese Schwesterbeziehung – und an die Eltern in Südafrika, zu denen beide Schwestern trotz der Distanz ein enges Verhältnis pflegen.
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Warum Motsi gerade jetzt so offen spricht
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Die Doku gibt ihr erstmals den Raum, mehr zu zeigen als die „gut gelaunte Motsi“. Nach über 20 Jahren in Deutschland, einer hart erarbeiteten Karriere und als Mutter will sie, dass das Publikum auch die nachdenkliche Seite kennenlernt. Dass sie dabei das Thema Rassismus so direkt anspricht – mit Uhrengeschäft, Krankenhaus und Zollkontrolle als konkreten Beispielen –, macht das Interview zu einem der persönlichsten, das sie je gegeben hat.
Für die Zuschauer bedeutet das: Wer „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“ in der ARD Mediathek schaut, bekommt nicht nur bunte Familienmomente zwischen Taunus, London und Südafrika zu sehen, sondern auch eine Motsi Mabuse, die Klartext redet. Und mit „Vibes – Find Your Fire“ ab dem 5. November geht es direkt weiter – dann als Mentorin für andere Frauen.
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Häufige Fragen zu Motsi Mabuse
Wo läuft die neue Motsi-Mabuse-Doku?
„Motsi & Oti – Meet the Mabuses“ läuft seit dem 19. Oktober 2026 in der ARD Mediathek. Im WDR Fernsehen gibt es zusätzlich wöchentlich eine Doppelfolge, freitags um 23.59 Uhr ab dem 30. Oktober.
Wie viele Folgen hat „Meet the Mabuses“?
Die Personality-Doku ist sechsteilig. Sie begleitet Motsi und Oti Mabuse im Alltag zwischen Taunus, London und Südafrika.
Was hat Motsi Mabuse über Rassismus gesagt?
Im dpa-Interview sagte sie: „Ich erlebe Rassismus unterschiedlich.“ Als Beispiele nannte sie ein Uhrengeschäft in Hamburg, in dem ihr gesagt wurde, es sei das falsche Geschäft für sie, Krankenhausbesuche ungeschminkt sowie Pass- und Zollkontrollen, bei denen sie „jedes Mal gestoppt“ werde.
Was ist „Vibes – Find Your Fire“?
Das zehnteilige Social-Reality-Format startet am 5. November 2026 in der ARD Mediathek. Motsi Mabuse unterstützt darin Frauen dabei, zu sich selbst zu finden und Erlebtes zu verarbeiten. Bei ONE läuft es ab 12. November um 21.45 Uhr, im WDR ab 8. Januar um 23.23 Uhr.
Wann und wo wurde Motsi Mabuse geboren?
Motsi Mabuse wurde am 11. April 1981 in Mankwe in Südafrika geboren. Als sie fünf war, zog die Familie nach Pretoria. Mit 18 Jahren kam sie nach Deutschland.
Wie alt ist Motsi Mabuse?
Motsi Mabuse ist 45 Jahre alt (geboren am 11. April 1981, Stand Oktober 2026).
Wer ist der Ehemann von Motsi Mabuse?
Motsi Mabuse ist seit Juni 2017 mit dem ukrainischen Tänzer Evgenij Voznyuk verheiratet. Das Paar betreibt gemeinsam eine Tanzschule und hat eine Tochter.
Hat Motsi Mabuse Kinder?
Ja, Motsi Mabuse und Evgenij Voznyuk haben eine Tochter, die im August 2018 geboren wurde.
Wer ist Oti Mabuse?
Otlile „Oti“ Mabuse ist Motsi Mabuses jüngere Schwester. Sie ist ebenfalls Profitänzerin, trat 2016 bei „Let’s Dance“ an und lebt mit ihrem Mann Marius und der gemeinsamen Tochter in London.
Seit wann ist Motsi Mabuse in der „Let’s Dance“-Jury?
Motsi Mabuse sitzt seit 2011 fest in der „Let’s Dance“-Jury. Zuvor war sie ab 2007 als Profitänzerin in der RTL-Show dabei. Seit 2019 juriert sie zusätzlich bei „Strictly Come Dancing“ (BBC).
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Immagini: ritratti di Motsi Mabuse da Wikimedia Commons, concessi in licenza Creative Commons (Superbass, JCS, 9EkieraM1 – CC BY-SA 3.0/4.0 e CC BY 3.0).
