Angelique Kerber: Alter, Vermögen & Biografie 2026
| Vollständiger Name | Angelique Kerber |
| Spitzname | Angie |
| Geboren | 18. Januar 1988 in Bremen |
| Alter (2026) | 38 Jahre |
| Größe | 1,73 m |
| Spielhand | Links, beidhändige Rückhand |
| Profi seit | 2003 |
| Karriereende | 31. Juli 2024 |
| Grand-Slam-Titel | 3 (Australian Open 2016, US Open 2016, Wimbledon 2018) |
| Höchste Weltranglistenposition | Nr. 1 (12. September 2016) |
| WTA-Titel im Einzel | 14 |
| Karrierebilanz Einzel | 683 Siege, 378 Niederlagen |
| Preisgeld | rund 32,5 Millionen US-Dollar |
| Olympia | Silber im Einzel, Rio de Janeiro 2016 |
| Wohnort | Puszczykowo bei Posen, Polen |
| Partner | Franco Bianco |
| Kinder | Tochter Liana (geb. 2023), Sohn Ben (geb. 2025) |
Wer ist Angelique Kerber?
Angelique Kerber gehört zu den größten deutschen Tennisspielerinnen aller Zeiten. Über zwei Jahrzehnte prägte die Linkshänderin aus Bremen den Damentennis-Zirkus – nicht mit brachialer Power, sondern mit Geduld, Fitness und einem der besten Defensivspiele ihrer Generation. Ihr Weg an die Spitze war ungewöhnlich lang: Erst mit 28 Jahren gewann sie ihren ersten Grand-Slam-Titel, dann aber gleich zwei innerhalb eines Kalenderjahres und stieg zur Nummer 1 der Welt auf.
Kerber wurde am 18. Januar 1988 in Bremen geboren. Ihre Familie hat polnische Wurzeln, und ein Teil ihrer Kindheit ist eng mit der Tennisanlage ihres Großvaters im polnischen Puszczykowo verbunden – dem Ort, an dem sie bis heute lebt. Sie spricht Deutsch, Polnisch und Englisch und besitzt die deutsche und die polnische Staatsbürgerschaft. Für Deutschland spielte sie während ihrer gesamten Karriere, und sie selbst betont immer wieder: „Ich bin Deutsche. Ich spiele für Deutschland, ich bin in Deutschland aufgewachsen, und mein Herz schlägt für Deutschland.“ Ihr Kindheitsidol war Steffi Graf – ausgerechnet jene Spielerin, deren Nachfolge als deutsche Nummer 1 sie 2016 antreten sollte.
Kindheit und Anfänge auf der Tour
Kerber wurde 2003 Profispielerin – da war sie gerade 15 Jahre alt. Der Weg in die Weltspitze verlief zunächst zäh: 2003 spielte sie erstmals eine Qualifikation bei einem WTA-Turnier in Berlin, 2006 folgte das Debüt im Hauptfeld eines WTA-Turniers in Hasselt, und 2007 stand sie erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers, bei den French Open in Paris. Im selben Jahr knackte sie erstmals die Top 100 der Weltrangliste.
Fast fünf Jahre lang wartete Kerber bei Grand-Slam-Turnieren auf den Einzug in die zweite Woche. Der Knoten platzte schließlich bei den US Open 2011: Als Nummer 92 der Welt stürmte sie bis ins Halbfinale – und das, obwohl sie zuvor bei einem Major nie über die dritte Runde hinausgekommen war. Dieses Turnier gab ihr den Glauben und den Schwung, der ihre Karriere für immer verändern sollte.

Der Durchbruch: Erste Titel 2012
Die Saison 2012 wurde Kerbers endgültiger Durchbruch. Sie gewann ihren ersten WTA-Titel bei den Paris Indoors und legte wenig später in Kopenhagen den zweiten nach. Dazu kamen das Viertelfinale bei den French Open und das Halbfinale in Wimbledon, außerdem das olympische Debüt in London, wo sie im Einzel das Viertelfinale erreichte. Innerhalb von gut einem Jahr war sie von der Nummer 92 in die Top 5 der Welt geklettert.
Von 2012 bis 2018 gewann Kerber mehr Matches als jede andere Spielerin auf der WTA-Tour, und sie beendete sechs von sieben Jahren in den Top 10. Beständigkeit wurde ihr Markenzeichen – auch wenn der ganz große Titel noch auf sich warten ließ.
Das Traumjahr 2016: Zwei Grand Slams und die Nummer 1
Das Jahr 2016 wurde das beste ihrer Karriere. Bei den Australian Open rettete Kerber in der ersten Runde gegen Misaki Doi einen Matchball und marschierte danach bis ins Finale, wo sie die Weltranglistenerste Serena Williams in drei Sätzen besiegte. Es war ihr erster Grand-Slam-Titel – und eine der größten Sensationen der jüngeren Tennisgeschichte.
Im Sommer holte sie bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille: Im Finale unterlag sie Monica Puig aus Puerto Rico. Und im September krönte sie das Jahr bei den US Open mit dem zweiten Grand-Slam-Titel. Durch den Triumph in New York löste sie am 12. September 2016 Serena Williams als Nummer 1 der Weltrangliste ab – als erste Deutsche seit Steffi Graf. Zum Abschluss der Saison erreichte sie außerdem das Finale der WTA Finals.
Wimbledon 2018 und die Jahre danach
Nach einem schwierigen Jahr 2017 meldete sich Kerber 2018 eindrucksvoll zurück: In Wimbledon gewann sie ihren dritten Grand-Slam-Titel – erneut gegen Serena Williams im Finale und als erste deutsche Spielerin seit Steffi Graf 1996. Ihr Lieblingsbelag war schon immer Rasen, und der Titel auf dem heiligen Rasen von Wimbledon war der emotionalste ihrer Karriere.
Die Saison 2019 verlief ohne Turniersieg, aber mit Finalteilnahmen in Indian Wells und Eastbourne. Die Corona-Saison 2020 brachte den Tourkalender durcheinander, 2021 steigerte sich Kerber wieder und erreichte das Halbfinale von Wimbledon, wo sie der späteren Siegerin Ashleigh Barty unterlag. Es war das letzte Mal, dass sie bei einem Grand-Slam-Turnier über das Achtelfinale hinauskam. 2022 spielte sie nur noch wenige Turniere.

Babypause, Comeback und Abschied 2024
Am 24. August 2022 gab Kerber bekannt, dass sie wegen einer Schwangerschaft eine Pause einlegt. Am 25. Februar 2023 brachte sie ihre Tochter Liana zur Welt. Bis Dezember 2023 bestritt sie keine Spiele. Zum Jahreswechsel kehrte sie zurück – und gewann mit dem deutschen Team gleich den United Cup 2024 in Australien.
Kurz vor den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris kündigte Kerber an, dass sie ihre Karriere im Anschluss an das Turnier beenden werde. Sie spielte sich noch einmal in einen Rausch: Nach Siegen unter anderem gegen Naomi Osaka und Leylah Fernandez scheiterte sie erst im Viertelfinale knapp in drei Sätzen an der späteren Olympiasiegerin Zheng Qinwen aus China. Am 31. Juli 2024 war ihre 21-jährige Profikarriere beendet – mit 14 Einzeltiteln aus 32 Endspielen und einer Bilanz von 683 Siegen bei 378 Niederlagen.
Im Juni 2025 verkündete Kerber auf Instagram die Geburt ihres zweiten Kindes: Sohn Ben kam zur Welt. Seitdem steht das Familienleben im Mittelpunkt – an ein Comeback auf die Tour ist nicht zu denken.
Spielstil: Die Meisterin der Defensive
Kerber war keine Spielerin der brachialen Gewalt. Ihr Spiel lebte von Geduld, tiefer Ballplatzierung, präziser Beinarbeit und einer schier unerschöpflichen Fitness. Als Linkshänderin mit beidhändiger Rückhand zwang sie ihre Gegnerinnen zu langen Ballwechseln – und gewann die meisten davon. Besonders auf Rasen fühlte sie sich zu Hause, aber auch auf Hartplätzen feierte sie ihre größten Erfolge. Mit rund 32,5 Millionen US-Dollar Preisgeld gehört sie zu den elf erfolgreichsten Spielerinnen der Geschichte, was die Einnahmen auf dem Platz angeht.
Erfolge für Deutschland
Auch im Mannschaftswettbewerb war Kerber eine Stütze des deutschen Teams. 2014 erreichte sie mit Deutschland das Fed-Cup-Finale. Im Hopman Cup stand sie 2018 und 2019 jeweils im Finale – an der Seite von Alexander Zverev, jeweils gegen die Schweiz mit Roger Federer und Belinda Bencic. Den krönenden Abschluss ihrer Teamkarriere bildete der Gewinn des United Cup 2024 mit der deutschen Mannschaft.
Privatleben
Kerber lebt in Puszczykowo, einem Vorort von Posen in Polen, wo ihr Großvater mütterlicherseits eine Tennishalle besaß. Ihr Partner ist der Geschäftsmann Franco Bianco, der eine Sportanlage in Königstein im Taunus führt. Die Beziehung wurde Anfang 2022 bekannt. Gemeinsam haben sie zwei Kinder: Tochter Liana, geboren am 25. Februar 2023, und Sohn Ben, geboren im Juni 2025.
Kerber ist bekennende Katholikin und hat mehrfach gesagt, dass ihr der Glaube in schwierigen Momenten ein Anker ist. Sie ist außerdem großer Fußballfan – ihr Lieblingsverein ist der FC Bayern München. Ein öffentlich bestätigtes Gesamtvermögen gibt es nicht; bekannt ist ihr Karriere-Preisgeld von rund 32,5 Millionen US-Dollar.
Häufige Fragen zu Angelique Kerber
Wie alt ist Angelique Kerber?
Angelique Kerber wurde am 18. Januar 1988 in Bremen geboren und ist 2026 38 Jahre alt.
Wie viele Grand-Slam-Titel hat Angelique Kerber gewonnen?
Drei: die Australian Open 2016, die US Open 2016 und Wimbledon 2018. Dazu kommt die olympische Silbermedaille von Rio 2016.
Wann war Angelique Kerber die Nummer 1 der Welt?
Am 12. September 2016 übernahm sie nach ihrem US-Open-Sieg die Spitze der Weltrangliste – als erste Deutsche nach Steffi Graf.
Wann hat Angelique Kerber ihre Karriere beendet?
Nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Ihr letztes Match war das Viertelfinale gegen Zheng Qinwen am 31. Juli 2024.
Warum pausierte Kerber 2023?
Wegen ihrer Schwangerschaft. Am 24. August 2022 gab sie die Pause bekannt, am 25. Februar 2023 wurde Tochter Liana geboren.
Hat Angelique Kerber Kinder?
Ja, zwei: Tochter Liana (geboren Februar 2023) und Sohn Ben (geboren Juni 2025). Partner ist der Geschäftsmann Franco Bianco.
Wo lebt Angelique Kerber heute?
In Puszczykowo bei Posen in Polen. Sie besitzt die deutsche und die polnische Staatsbürgerschaft und spricht Deutsch, Polnisch und Englisch.
Wie groß ist Angelique Kerber?
Sie ist 1,73 Meter groß und spielt linkshändig mit beidhändiger Rückhand.
Wie viele WTA-Titel hat Kerber gewonnen?
14 Einzeltitel aus 32 Endspielen, bei einer Karrierebilanz von 683 Siegen und 378 Niederlagen.
Wie hoch ist Angelique Kerbers Vermögen?
Ein öffentlich bestätigtes Gesamtvermögen gibt es nicht. Ihr offizielles Karriere-Preisgeld beträgt rund 32,5 Millionen US-Dollar.
Le immagini di Angelique Kerber presenti in questo articolo sono fotografie con licenza Creative Commons (CC BY 2.0 e CC BY-SA 2.0) degli autori Rob Keating, Peter Menzel e paddynapper, disponibili su Wikimedia Commons.



